11.05.24: 281km vom Stoderzinken
Die Chronologie des ersten Stoder-Hammertages 2024
Tags zuvor konnte ich die labile Luftmasse bereits mit einem 255km Dreieck antesten. Dabei waren die Bedingungen nicht unbedingt FAI-freundlich mit durchwegs Basis deutlich unter Grat und 10-20 km/h Nordwind – nix für Segelflieger.
Heute lud die lokale Flugschule Skyclub Austria zum Tag der Offenen Tür und bot für die XC-hungrige Meute Gratis-Shuttles auf den Stoderzinken an. Dieses Angebot wurde extrem gut angenommen und so wurden kurzerhand 5 Busse restlos befüllt.
Dank der nicht ermüdenden Flugeigenschaften meines Ozone Photon stand ich selbst nach dem 10 Stunden-Flug vom Vortag wieder fit wie ein Turnschuh am Treffpunkt, um nach dem gestrigen Warmup den „richtigen Tag“ in vollen Zügen auszukosten.
Pünktlich um 8 Uhr fuhren wir los und waren voller Vorfreude, denn es waren bereits seit 07:30 Uhr konstante Bummerl über allen Berggipfeln zu sehen.
Werner meinte, er wird auf den oberen Startplatz gehen und erst gegen 10 Uhr starten, denn „der Tag des Herrn wird es ohnehin nicht werden…“ Passieren angesagte Wunder nun, oder nicht? Aufgrund des prächtigen Wolkenbildes und der tollen Labilitätserfahrung von gestern entschied ich mich, am unteren Startplatz zu bleiben.
- #W1: Wind-Prognose auf 3000m für heute 16 Uhr. Durchwegs 10 km/h weniger als tags davor!
- #W2: Burnair Gebietsqualitäten. Daheim schaut's am Besten aus
- #W3: Burnair-Detail für die Steinberge. Kurioserweise wird selbst in der Früh des Flugtages noch immer spät einsetzende Thermik angezeigt. Zum Zeitpunkt des Screenshots um 7:20 Uhr erwachte jedoch das gesamte Ennstal bereits aus seiner thermischen Nachtruhe. Prognosen, Prognosen...
- #W4: Einziger Schönheitsmangel und Unsicherheitsfaktor somit: 100% Cirrenschirm bis am Abend - na dann hoff ma mal auf ausreichend Labilität!
- #01: Bereits bei der Abfahrt von Liezen um 7:30 Uhr wieder wie am Vortag 'echte' Bummerl am Grimming
- #02: Genauso frohlockte der Kammspitz mit Aufwind-verheißendem Gewölk
- #03: Am unteren Startplatz gegen 8:45 Uhr bereits so ein Wolkenbild. Man hätte wohl um 9 schon ohne Absaufgefahr losbrettern können.
Alle Tracks von Mojos und unseren tschechischen Freunden zum Nachfliegen im virtuellen SportsTrackLive-Relief:
Hier die eingereichten XContest-Flüge vom Stoderzinken vom Samstag:

Foto-Story:
Fazit:
Stoder-Hammertag!
Kein Vergleich zur gestrigen tiefbasigen Windpartie. Bummerl bereits ab 7:30 Uhr.
Start für so einen Tag mit 9:30 fast etwas spät. Dafür vom 1. Bart Full-On Racing! ️
Ein herrliches Tagerl mit wenig Wind und schön ins Deutsche bis zum letzten Berg vor’m Chiemsee verlängert. Ein paar kleine Hänger, aber sonst wieder mal super happy mit dem Ausloten des Tages-Möglichen
Allzeit ein Hochgenuss mit meinem Photon, der mir echt auf den Leib gescheidert scheint.
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Vielen Dank an Skyclub Austria, die am Tag der Offenen Tür Gratis-Shuttles für so viele XC-Begeisterte bereitstellten – und speziell für’s späte Nochmal-den-Griller anwerfen
Flugspur
LESSONS LEARNED:
Wetter:
- Ein sicherlich unterschätzter Tag. Burnair-Prognosen sagten den Einsatz guter Thermik für 10 Uhr voraus, dabei zog es im Ennstal bereits ab 8 Uhr überall die Bummerl auf
- Wenn es so einen Wundertag gibt, dann wirklich ab 9 (kein Witz!) startklar sein. Die Basis ist bis 12 Uhr ohnehin nur unmerklich gestiegen
Taktik:
- Wenn es beim Friedenskircherl gleich ordentlich raufballert, nicht weiter fliegen in die Ostrinne – war an dem Tag der stärkste Startbart dort
- Beim Abflug (sofern keine Absaufgefahr besteht) schon IMMER den ersten Schlenker Richtung Landewiese raussetzen. Auch wg. Zusammenwarten mit Werner und den schnellen Tschechen
- Im Pongau such ich immer etwas rum: Bei der heutigen Nordwindpartie ruhig auch weiter draußen am allerletzten Gumpf suchen oder mal wirklich über den Hundstein weiter im Westen probieren (speziell bei NW-Wind) – alterntiv am Besten einfach VORHER am Grat ins Pongau nochmal einige 100m machen, um SICHER über dem Hocheck anzukommen
- Am Gamskarkogel über dessen südlichste Rippe einfädeln. Dort hat Werner 300m unter Grat seinen Hammerbart erwischt
- Wenn es wiedermal beim Skyclub eine Grillerei gibt: Am Ende beim Heimsoaren entlang des Kulm wieder zurück hochschieben lassen und nochmal aufdrehen und gleich zum Griller fliegen
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